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bibliothek
#kein flohzirkus
 
≥Es war ein kahler Wartesaal, ja es war ein Saal, er hatte bestimmt vier Wände, aber er war so ungeheuer weit, dass man diese Wände nicht sah" (Exil, S. 635f). Metaphorisch beschreibt Lion Feuchtwanger die Perspektiven der EmigrantInnen aus dem Paris 1935 in seinem Roman "Exil": Die politischen Interessen des Autors und dessen Positionierung im internationalen literarischen Feld spielen dabei eine wesentliche Rolle. Etwa ist eine Entscheidung zugunsten der ≥Legende einer aktiven, handlungsfähigen Emigration„ (Rothmund) gegenüber der Darstellung eines "erbärmlichen Flohzirkus" (Feuchtwanger, Brief an Zweig) zu beobachten. >>>
emigrantInnen:
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 14.1.05; 2:05:23 Uhr
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senf dazu im Forum ?? ??
 


#entspannung
 
Die Idee von der Gestaltbarkeit der Alltage ist vielfach verknüpft mit bestimmten Phantasien ihres Verlassens. Gerade die Ausflüchte, Umwege und Abgrenzungsbestrebungen sind Strategien der Bewältigung, die einer ästhetischen Gestaltung der Alltage zuarbeiten. Sie öffnen imaginäre Freiräume, in denen etwaige Begehren nach persönlichen Befindlichkeiten und Zuständen des Wohlbefindens ausgelebt werden können. ≥Die kleinen, feinen Fluchten aus dem Alltag stärken Sie„ [1], lautet daher eine zentrale Aussage...>>>>

entspannung:

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 14.1.05; 0:39:28 Uhr
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senf dazu im Forum ?? ??
 


#bilder und geschichten entlang der grenze
 
Wie wurde der (Vorstellungs-)Raum hinter der tschechisch-österr. Grenze, das unbekannte "Jenseits der Grenze", in der Kindheit besetzt? - Auf der Suche nach Bildern. Eine Fotomontage-Installation mit dem Titel "Es war einmal und wirkt noch immer: Kind-Sein an der Grenze." in Laa/Thaya lädt dazu ein, persönliche Kindheitsvorstellungen und ˆbilder wieder zu entdecken.

an der grenze:

Die "ARGE Grenzen erzählen" hat wiederum die Geschichten aus der Kindheit und Jugend von Frauen entlang der Grenze wissenschaftlich ausgeforscht. Im Projekt "Frauen-Leben an der Grenze" erzählen 11 Frauen im Alter von 80 Jahren in Interviews über Geschichten und tschechisch-österreichische Nachbarschaftsbeziehungen.
Ergebnis ist eine Ausstellung.

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 19.8.04; 0:43:04 Uhr
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senf dazu im Forum ?? ??
 


#intertextualitaet on top?
 

"Seit den siebziger Jahren ist der Begriff der 'Intertextualität' zu einem zentralen Konzept der Literaturwissenschaft [...] geworden. Grundsätzlich kann man zwei unterschiedliche Ansätze unterscheiden. Im ersten - eher theoretisch orientierten - wird 'Intertextualität' sehr weit gefaßt. Hier steht die Offenheit und der prozessuale Charakter der Literatur im allgemeinen im Mittelpunkt." (Vogt, Jochen >>>)
textraum:

besonders kritisiert wird die schwierige anwendbarkeit dieser theoretischen konzeption und methodische offenheit. zum besseren verständnis des gründertextes (kristeva) gilt es erst einmal, einige fragen zu stellen und darauf antworten zu geben.....>>>>>,
einige I-def. übrigens unter >>>
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 18.8.04; 23:56:53 Uhr
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senf dazu im Forum ?? ??
 


#dinge als akteure
 

hotelfruehstueck: in bruno latours konzept der "vergleichenden anthropologie" geht es um "menschen und materialien als gemeinsame konstrukteure gesellschaftlicher verhältnisse". dabei werden vor allem dinge als nichtintentionale/nichtmenschliche handlungsträger gesehen, die soziale interaktion (mit)formen und organisieren; sie sorgen beispielsweise für die einhaltung von normen. ziel ist die bestandsaufnahme und historisierung (vorher, nachher) des austauschs von kompetenzen zwischen menschen und dingen: wie innerhalb dieser übersetzungen zwischen menschen und materialien gemeinsam soziale verhältnisse konstruiert werden....>>>

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 5.6.04; 22:26:33 Uhr
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senf dazu im Forum ?? ??
 


#endnote oder bibliographix?
 
heutzutage.....beginnt die arbeit an einem wissenschaftlichen (gruppen)projekt im ersten schritt noch gar nicht inhaltlich, sondern hat zunächst bei der auswahl des richtigen literaturverwaltungsprogramms modulleiste: und dessen anwendung anzusetzen. was nicht unterschätzt werden darf: dadurch werden schon einige vorentscheidungen getroffen. das programm "bibliographix" etwa hat momentan den großen vorteil, dass auch aus den OPACS der österreichischen bibliotheken datensätze problemlos importiert werden können.....>>>>
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 7.5.04; 22:55:27 Uhr
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senf dazu im Forum ?? ??
 


#goya
 
francisco de goya: selbstportrait klein: lion feuchtwanger hat sich in einer seiner letzten veröffentlichungen mit dem maler francisco de goya beschäftigt. im zentrum des 1951 erschienen romans goya oder der arge weg der erkenntnis steht die verschränkung zwischen künstlerischem und politischem erkenntnisprozess. vor diesem hintergrund wurde der roman auch nicht zufällig von konrad wolf 1971 verfilmt. es lag nicht in der absicht feuchtwangers, "den zahlreichen biographien goyas eine neue zuzufügen, und schon gar nicht [...] die tausendmal übel romantisierte liebesepisode zwischen ihm und der herzogin von alba ein tausend und erstes mal darzustellen." >>>
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 13.4.04; 12:05:08 Uhr
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#Was brauchen wir?
 
"Wir brauchen Friede, Wärme, Brot und Kunst. Die Liebe kommt dann ganz von allein." Jochen Jung
 
 
Reingestellt von: Sandra Dietrich um: 9.12.03; 18:05:00 Uhr
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#frauenportraits
 
Edith Sitwell ("Warum wie ein Pekinese aussehen, wenn man ein Windhund ist?") - nur eine von vielen interessanten Frauen, denen diestandard Portraits widmete. Schön zum Nachlesen.
 
 
Reingestellt von: Sandra Dietrich um: 5.11.03; 16:07:46 Uhr
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senf dazu im Forum ?? ??
 


#Man spricht darüber...
 
... über Geld nämlich. Neuestens. Früher ja nur hinter vorgehaltener, nun oft mit vorgehaltener Hand, ohne theoretischen Hintergrund. Zu Hause z.B. wird angeblich zu wenig darüber gesprochen, weswegen denn die Kids damit nicht umgehen können. (wieviel Taschengeld Kinder bekommen sollten, weiss übrigens die Hausfrauenseite). Brandeins widmet dem Geld einen Schwerpunkt: man informiere sich dort darüber, warum das Konzept Genossenschaft ein Comeback feiern sollte. Oder wie das mit der Geldwäsche funktioniert.
 
 
Reingestellt von: Sandra Dietrich um: 18.9.03; 16:32:07 Uhr
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#adornos sätze
 
theodor w. adorno: theodor w. adorno ist zu seinem 100. geburtstag in den deutschsprachigen medien äußerst präsent. interessant ist dabei der umgang mit seinen komplexen theoretischen texten und inhalten. etwa werden im feuilleton mit vorliebe einzelne sätze aufgegriffen und verhandelt: in der FR begründen die "sätze von adorno" sogar eine reihe, in der michael rutschky über die auswirkung von: "das ganze ist das unwahre", nachdenkt. geflügelt sind ja sätze wie "nach auschwitz ein gedicht zu schreiben, ist barbarisch" und "es gibt kein richtiges im falschen". das deshalb vielfach kritisierte bild eines dogmatischen denkers wird bei alexander kluge allerdings nicht aufgerufen....
      >>>> [linkliste]
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 11.9.03; 20:15:10 Uhr
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#an der grenze
 
die teilnehmenden projekte für das nö. viertelfestival, das 2004 im weinviertel stattfinden wird, stehen nun fest: 110 der rund 450 anträge wurden ausgewählt. das weinviertelfestival will in dieser strukturschwachen region nachhaltige impulse setzen. naturgemäß findet das thema "grenze" nicht nur in der ausschreibung seinen niederschlag:

   an der grenze:

"es war einmal und wirkt noch immer.  kind-sein an der grenze" von
carmen eigner und elisabeth prinz thematisiert die grenze als mentalitätsgeschichtlichen leitwert, der zu zeiten des eisernen vorhangs in das denken und handeln der anrainer/innen integriert wurde und dessen wirkungsweisen heute noch lange nicht überholt sind. >>>>>

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 6.9.03; 2:23:32 Uhr
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#Mythen des Alltags
 
vichy.com: werbebotschaften:
Einen alltagsbezogenen Mythenbegriff hat der französischen Literatur- und Kulturtheoretiker Roland Barthes in einem Text aus dem Jahr 1957 geprägt. Er beschäftigt sich mit einer entpolitisierten Metasprache in Presse und Kunst, deren Konstrukte zu bestimmten Gegenständen und Phänomenen im alltäglichen Gebrauch als plausibel und „natürlich“ erscheinen. Die Praxis hat er u. a. am blutigen Beefsteak, den Haarfransen der Römer im Historienfilm, einem magischen „Citroen“-Modell, dem Alpenmythos in der Reiseführerliteratur und der Tiefenwirkung von Kosmetikartikeln erprobt .......[Beispiel] >>>>
     cremes als >natürliche< feuchtigkeitsspender:  
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 26.8.03; 4:58:35 Uhr
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#total liebe bücher
 
liebe hauskatze: unlängst verwies robert gernhardt in einem szenisch aufgebauten SZ-artikel auf die analogien zwischen der hessischen tiersendung `herrchen gesucht´ und der neuen büchersendung des ZDF `lesen!´ (mit elke heidenreich): beide beziehen sich auf ein weites feld und versuchen, in ihrer jeweiligen auswahl extreme zu vermeiden; schließlich geht es darum, geeignete haustiere und hausbücher an den mann, vor allem aber an die frau zu bringen. deshalb dürfen auch keine tier- bzw. buchkritiken angebracht werden. immerzu muss betont werden, wie `lieb´ die tiere und bücher doch sind: so verschmust und verspielt, lehrreich und gut, voller möglichkeiten zum gernhaben!
[mehr] >>>>>

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 21.8.03; 12:54:16 Uhr
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#(K)ein Spiel
 
Stefan Schulmeister, wissenschaftlicher Mitarbeiter des WiFo und MitInitiator des Volksbegehrens "Sozialstaat Österreich", fasst in seinem Beitrag "Das große Spiel" (die Presse - Spektrum) kurz und bündig zusammen, wie und warum es zum Abbau der Solidargemeinschaft gekommen ist. Er unterscheidet die Interessen Arbeit - Realkapital - Finanzkapital und beschreibt deren Wechselspiel von den 1920er Jahren bis heute. Lesenswert. Und vielleicht ein bisschen lösungsfrei...
 
 
Reingestellt von: Sandra Dietrich um: 20.8.03; 10:54:55 Uhr
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#bilderstreit
 


 bush nach irakkrieg 0:  jacques-louis david: der schwur der horatier (1784):  präsident bush nach irakkrieg (2003):  

es wirkt ein wenig so, als wollte jemand das kulturgeschichtliche rad auf 1800 zurückdrehen oder besser: als wollte jemand die kritische methode kants als zeitgemäße erfindung ins spiel bringen, um den dämon george bush zu fall zu bringen. - um sämtliche medientheoretische versuche des letzten jahrhunderts vergessen zu machen und auf das eine aufklärungsargument zu reduzieren.


"über den pictorial turn 
zur aufklärung und wieder zurück
"


ist ein essay aus aktuellem  anlass ....>>>>

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 16.7.03; 18:24:58 Uhr
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#reich an benjamin (1936)
 
andy warhol: marilyn monroe: "Meiner Meinung nach ist es ein Fehler, wenn Sie lediglich in der Einmaligkeit des Kunstwerkes eine besondere Konzentration des Rituellen sehen wollen und das für alle Zeiten. [...] Überhaupt erscheint es mir, dass Sie irgend eine Eigenschaft aus dem ganzen Komplex einer Erscheinung herausnehmen, sie selbständig machen und auf Grund dieser fiktiven Selbständigkeit Ihre Analyse bauen. [...] Es ist klar, dass zu den Existenzbedingungen eines Films die Montage gehört. Sie nehmen aber gerade dieses Moment, die Montage, aus der ganzen Gesamtheit heraus und bestimmen sie als das Einzige, das das Kunstwerk des Filmes erst und alleinig zum Kunstwerk macht." ....schrieb bernhard reich in einem brief an walter benjamin über dessen aufsatz "das kunstwerk im zeitalter seiner technischen reproduzierbarkeit". reichs antwort ist wieder ein interessanter text im rahmen einer reihe der SZ ... >>>>
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 2.7.03; 0:05:58 Uhr
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#catch orwell
 
animal farm: heiß umkämpft ist momentan das andenken des britischen autors george orwell. anlass gibt der 100. geburtstag, an dem nicht nur seine literarischen werke im mittelpunkt stehen, sondern auch drei neue biographien erschienen sind. zudem wurde vor kurzem erst eine liste veröffentlicht, auf der orwell 1949 potentielle sympathisanten/innen des kommunismus nennt. der enttäuschte ex-kommunist hat sie im zuge der intensivierung des kalten krieges an das außenministerium weitergegeben. das alles liefert grund für terry eagleton (rezension zu den biographien) und wolf lepenies (kommentar zur liste) stellung zu beziehen, als auch für stefan collini im TLS über das große identifikationspotential mit orwell nachzudenken.
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 24.6.03; 14:44:07 Uhr
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#heute ist es schön und windig
 
peter bichsel: "Ich mag Gespräche über das Wetter. Sie meinen nichts anderes als: ich spreche mit dir, sag etwas, irgend etwas, ich möchte dich sprechen hören." Aber was heißt hier beweisen? Bichsel sagt einfach "Ich mag" - und das sagt er oft -, und plötzlich sehen wir die Welt mit seinen Augen und finden ein Gespräch übers Wetter überaus bedeutungsvoll (aus dem ebenso schlichten wie überraschenden Grund, dass gerade die Inhaltslosigkeit des Gesprächs das Interesse am Gegenüber zeigt). Dabei kommt das keineswegs als Pointe daher, es ist lediglich eine kleine Beigabe, die wir nebenher erhalten, in einem nur vier Seiten starken Text." [in der SZ über peter bichsels gesammelte kolumnen].....>>>>>
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 18.6.03; 23:01:35 Uhr
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#ikonographie des kampfes
 
"Die Steineschleuderer: Es zeichnet den wahren Volksaufstand aus, dass er ohne richtige Waffen gegen die Unterdrückungsmacht vorgeht. Waffen bereitzulegen, das widerspräche der Spontaneität, die den Aufruhr als authentischen auszeichnet. Also Pflastersteine, auch wenn die den überlegenen Waffensystemen der Unterdrücker lächerlich unangemessen scheinen. [...]

aufstand vom 17. juni 1953:   

Vielleicht muss man für das Foto als Unterschrift auch "Berlin 1967" und "Paris 1968" und "Genua 01" und "Jerusalem 03" vorschlagen. Es kommt gar nicht darauf an, dass David Goliath besiegt; es reicht, dass er sich ihm entgegenstellt und dabei ein Bild dieses Kampfes erzeugt, das in die große Medienerzählung einzugehen vermag." [michael rutschky].....>>>>>
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 18.6.03; 0:15:58 Uhr
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#feuchtwanger an humm-sernau (1940)
 

lion feuchtwanger:  

in der reihe "briefe aus dem 20. jahrhundert" brachte die SZ unlängst einen kurzen gebrauchstext, den
lion feuchtwanger 1940 aus lissabon an seine sekretärin lola humm-sernau geschrieben hatte. frankreich erwies sich in dieser zeit für jüdische flüchtlinge bereits als tödliche falle, weshalb feuchtwanger auf abenteuerliche weise aus einem französischen internierungslager nach marseille, von dort über die spanische grenze und weiter nach lissabon geflüchtet war. "halb so schlimm", meinte er im vorliegenden brief. "der teufel in frankreich" hieß allerdings sein späterer roman. der fernsehfilm "wohin und zurück" von axel corti, der unlängst im ORF zu sehen war, zeigte ebenfalls die nie enden wollenden flucht jüdischer emigranten/innen in diesen jahren, die den hintergrund für feuchtwangers brief bildet.....>>>>

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 16.6.03; 21:18:42 Uhr
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#ich und kaminski
 

    buchcover zu `ich und kaminski´:

Sebastian Zöllners Haupteigenschaften lassen sich als rücksichtslos, taktlos und aufdringlich beschreiben. Selbst wenn als Verteidigung für die Figur eingewandt werden kann, dass sie dies alles auf eine gedankenlos naive Art ist; Dieser Sebastian Zöllner hat kein wirkliches Interesse an seinen Mitmenschen, und es ist daher nicht weiter verwunderlich, dass sich auch für ihn niemand wirklich interessiert. Ständig versucht er aber sich und anderen genau das vorzumachen: Dass er ein junger erfolgreicher Kunstkritiker Anfang Dreißig sei, dem nur noch die wichtige Gelegenheit gefehlt habe, durch die ihm der gebührende Erfolg und die entsprechende Anerkennung zuteil werden würde. >>>>

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 5.6.03; 21:22:37 Uhr
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#wiki wiki
 
...ist hawaianisch und bedeutet "schnell". dementsprechend ist es auch das ziel des wikiwikiwebs, eine schnelle be- und einarbeitung von daten zu ermöglichen. wie ein neuer telepolis-artikel über
"das wiki-prinzip" schreibt, konnte ward cunningham 1995 erstmals eine datenbank für entwurfmuster entwickeln, die vielen menschen ermöglichte, ohne html-kenntnisse mit formularen texte zu edieren. mithilfe einer vereinfachten syntax, die von der wiki-software in HTML umwandelt wird, kann jeder text mühelos ediert werden.

logo der wikipedia:

dieses wiki-prinzip findet seine weltweit umfassenste anwendung im wikipedia-projekt, in dem freies wissen produziert wird....>>>>>
und zufälligerweise findet demnächst bei "public netbase" (am 27. mai) ein einführender workshop zum wiki-prinzip statt. mehr unter....>>>>>
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 10.5.03; 17:41:38 Uhr
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#road to 1984
 
thomas pynchon hat das vorwort zu einer neuen taschenbuchausgabe von george orwells roman "1984" geschrieben. besonders zum zeitpunkt seiner erstausgabe 1949 hätte laut pynchon eine gar zu glatte rezeption des romans (politisches regimes im roman = regime stalins) von wichtigen anliegen orwells abgelenkt und dessen schreiben vereinnamt: etwa stellt pynchon die alltägliche kriegsführung von machthabern gegen erinnerung, begehren und sprache als träger von gedanken heraus. wie die kriegsführende USA aber im jahr 2003 vorgeht, erweist für ihn diese praktiken als bestehende prinzipien.....>>>>

george orwell: 1984:   

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 9.5.03; 16:20:23 Uhr
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#problems of depicting
 
david hockney setzt sich in einer kurzen leitglosse des britischen magazins TLS diese woche ebenfalls mit fragen der medialen, v. a. bildlichen darstellung von krieg und deren interpretation auseinander. er bezieht sich auf das bild "massaker in korea" von pablo picasso, das dieser im jänner 1951 gemalt hat (und das vom sujet her natürlich auf goya und manet hindeutet).

pablo picasso: massaker in korea:

"My point is that his image is a universal one, yet Picasso realized that the photographs were after the event, indeed in a way not telling us of the terrible brutal activity of the camps but of the survivors - the few as against the terrible number of deaths." >>>>

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 5.5.03; 14:03:29 Uhr
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#regarding the pain
 
francisco de goya: man kann es nicht ansehen:  susan sontag hat ein neues buch herausgebracht (das erste kapitel ist online verfügbar; die deutsche version wird noch auf sich warten lassen):
"regarding the pain of others" thematisiert den umgang mit bildern des krieges. sie beschreibt darin, wie mensch oft allzu leicht versucht ist, die wirkung eines bestimmten bildes als eindeutig kodiert aufzufassen; und plädiert dafür, es nicht nur vordergründig unter dem eigenen moralischen blickwinkel und der persönlichen (antikriegs-)interessen zu sehen, weil:

"the pity and disgust that pictures [...] inspire should not distract you from asking what pictures, whose crueltis, whose deaths are not being shown." >>>>

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 3.5.03; 13:59:47 Uhr
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#Altmodische Trauer?
 
"Trauer kann ein Handicap bedeuten, denn wir sind ja aufgefordert, tüchtig zu sein, auch funktionstüchtig", so Thomas Trummer, Kurator der Ausstellung "Trauer", die von 16. April bis 27. Juli im Atelier im Augarten zu sehen ist.


Yoshitomo Nara

Trauern braucht Zeit und erzeugt Schichten von Erinnerung. Mit den Schnittflächen zwischen der Photographie als Medium der Erinnerung, von Melancholie und Trauer beschäftigt sich auch Roland Barthes in "Die Helle Kammer. Bemerkung zur Photographie".

 
 
Reingestellt von: Sandra Dietrich um: 18.4.03; 15:03:55 Uhr
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#rezension zur kafka-CD-rom
 
kafkas unterschrift: ein wichtiger teil der computerphilologie beschäftigt sich mit der aufbereitung literarischer texte in digitalisierter form; ein spannender bereich: fragen der editierung tun sich auf, nicht nur in rein philologischer, sondern auch in gestalterischer und programmiertechnischer hinsicht. die wenigsten projekte treten übrigens mit historisch-kritischem anspruch an, weil diese natürlich nur auf ein fachpublikum abzielen und wenig gewinn versprechen. daher fallen sie auch in den bereich der prestigeprojekte für die einzelnen verlage. so ist die HKA der nachgelassenen schriften kafkas unter der feder roland reuss´ beim stroemfeld verlag sowie die dazugehörige CD-rom von "der prozess", die einen teil der hybridausgabe ausmacht, sicher eine besondere perle. >>>>>
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 1.4.03; 20:29:21 Uhr
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#neue mädchenbilder?
 

alexa hennig von lange:

neue literarische strategien zur undogmatischeren und freieren identitätsbildung von weiblichen jugendlichen hat unlängst ein artikel in der neuen zürcher zeitung beworben. sein thema lautet "postfeministische mädchenbilder in jugendbüchern", die er in den texten von alexa hennig von lange, virginia euwer wolff und brock cole aufzuspüren meint. damit wird konsequenterweise die theoriebildung rund um den postfeminimus aufgegriffen und auch auf den bereich der jugendliteratur angewendet. ob tatsächlich neue strategien am werk sind (oder sie einen "backlash" zu unreflektierten weiblichen handlungsmustern bedeuten?), etwa wenn sich eine protagonistin mittels magersucht gegen das erwachsen/frauwerden sträubt, wäre anhand der einzelnen texte genauer zu untersuchen...
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 28.3.03; 18:26:26 Uhr
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#kunst als lifestyle?
 

k. malewitsch_das schwarze quadrat:

die schwierige frage nach der einschätzung sowjetischer (avantgarde)kunst während stalins totalitärem regime beantwortet boris groys in seinem "zeit"-artikel
"werbung für den kommunismus." vom 27. 02. 2003 bereits im untertitel "50 jahre nach stalins tod: warum schon damals die kunst nur lifestyle sein wollte." mit einer provokanten these. die argumentation führt dabei über eine dreifache parallelführung: zunächst vergleicht er die massenkultur der 30er bis zu den 50ern in der SU mit jener in den USA desselben zeitraums und streicht den charakter der vermittlung eines lifestyles (des amerikanischen bzw. sowjetischen) heraus. aus dieser dynamik ist aber für groys - im gegensatz etwas zu adorno - die avantgardekunst nicht ausgenommen. sie lebt daher kein widerständisches potential aus, sondern im gegenteil... >>>>

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 1.3.03; 5:00:52 Uhr
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#kommissar maigret im land
 
george simenon wurde kommissar maigret: bekannt durch die figur des
kommissar maigret: dabei handelt es sich um einen alltäglich-intuitiv handelnden beamten, der - bar einer 100prozentigen methode - oft ins blaue hineinstöbert und einem deshalb auch so vertraut vorkommt; ja, irgendwie scheint er so gar nichts gemein zu haben mit analysegenies wie poes auguste c. dupin oder doyles sherlock holmes (die dem/der leser/in immer weit überlegen sind und diesen/e bestenfalls zur assistenz gebrauchen könnten). mehr zu erfahren aber über die "durchschnittliche" detektivfigur maigret... >>>>>
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 11.2.03; 5:19:22 Uhr
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#herr nietschmann erzählt
 

logo des bürgerverein kummersdorf:    

"Das war die ehemalige Textilverkaufsstelle", sagt Herr Nietschmann, "es gab auch einen Bäcker, Fleischer usw. und unsere Dorfkneipe. Das wurde nach der Wende alles geschlossen und wir, der Bürgerverein Kummersdorf, haben die Räume gemietet. Wir haben uns ja 1990 gegründet um politisch tätig zu werden, um hier sozusagen die Regierungsgewalt in unserer Gemeinde zu übernehmen, und 1994, nachdem die Russen abgezogen wurden aus Deutschland, haben wir uns dann mit der militärisch-historischen Geschichte von Kummersdorf-Gut befasst, die ja bis dahin immerzu der Geheimhaltung unterlag, wir haben Zeitzeugen befragt, Material gesammelt, Akten studiert. Das Ergebnis sehen Sie vor sich." >>>> [reportage von gabriele goettle]

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 31.1.03; 0:04:16 Uhr
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#gesellschaft der gesellschaftskritiker
 
"das bringt in der tat interessante probleme mit sich, wenn kritisches bewusstsein von einer elitären zu einer massenerrungenschaft wird; wir leben, behaupte ich gern, in einer gesellschaft der gesellschaftskritiker; die BRD insgesamt ist durch die frankfurter schule gegangen, nicht bloß ihre avancierten kader. die kritische theorie ist eine success story - was vielen ihrer veteranen einzusehen so schwer fällt." >>> [michael rutschky]

die romantik der gesellschaftskritiker:

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 23.1.03; 0:47:19 Uhr
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#schriftstellerin, kritikerin und intellektuelle
 

susan sontag:

statt einer hermeneutik
brauchen wir eine erotik der kunst.

so lautet der berühmte schlusssatz aus susan sontags maßgeblicher kritik an herkömmlicher methodik zur interpretation literarischer kunstwerke anno 1964. die autorin und essayistin richtet sich in dem werk "against interpretation" gegen eine verfahrensweise der literaturwissenschaft/kritik, die unbedingt den tieferen sinn eines kunstwerks herausbrechen und dabei den vollen umfang seiner wirkung theoretisch einholen will; seine einzigartigkeit damit aber nur niederwalzen kann. dagegen setzt sontag eine neue wertigkeit der sinnlichkeit. - in den feuilletons wird die vielseitige susan sontag aber vor allem als intellektuelle geeehrt. >>>>

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 17.1.03; 2:37:58 Uhr
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#Plattform für progressive Kulturpolitik
 
das European Institute for Progressive Cultural Policies geht mit einer inhaltsschweren, selbstverfreilich mehrsprachigen und stark "ver-link-ten" website in strengem design online. mit beitraegen wie pierre bourdieu, boris buden, isolde charim, stefan nowotny, chantal mouffe, gerald raunig, ... vielleicht sollte ich mir doch mal einen drucker kaufen, denn wer soll das alles online lesen... aktuelles projekt: republic art.
rotesatom:
 
 
Reingestellt von: Sandra Dietrich um: 4.12.02; 16:08:36 Uhr
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#Kompaktreader: Governementalität - Anschlüsse an M. Foucault
 

schnittmuster: wie ist das system zusammengenäht?

Der Kompaktreader der autonomen studentischen Konferenz "Führe mich sanft...//Die Kunst, nicht dermaßen regiert zu werden//Gouvernementalität - Anschlüsse an Michel Foucault" ist jetzt im Netz und wird nach und nach um die Volltexte der einzelnen Beiträge ergänzt. Die Konferenz fand am 2. und 3. November 2002 an der Universität Frankfurt statt und wurde gemeinsam von der studentische AG "Anschlüsse an Michel Foucault'Gouvernementalität der Gegenwart'", dem autonomen Tutorium "'Das ökonomische Leben regieren' ˆ Die politische Rationalität maskuliner Hegemonie und Regulation" und der Fachschaft Gesellschaftswissenschaften veranstaltet. >>>>
 
 
Reingestellt von: Nicole um: 27.11.02; 22:27:14 Uhr
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#empfohlene konstrukteure
 
loewenzahn1: loewenzahn1: loewenzahn1:
brand eins ist ein "Wirtschaftsmagazin, das nach den Hintergründen sucht und nach den Zusammenhängen. Wir nehmen scheinbar Vertrautes auseinander und setzen es neu zusammen, wir kreuzen Wirtschaft mit Kultur und Gesellschaft.". sympathisch, wenn die konstruktion von wirklichkeit deklariertes programm ist. das erinnert mich auch wieder an ein interview mit dem kürzlich verstorbenen heinz von foerster, auf das ich schon laenger hinweisen wollte. ausserdem empfohlen: "radical constructivism" - spannt weites feld fuer meine derzeit etwas diffusen kopfwelten auf. under construction, einmal sehenswert: das virtuelle museum - womit ich auch im engen sinn zu tun habe.
 
 
Reingestellt von: Sandra Dietrich um: 27.11.02; 16:29:18 Uhr
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#hymnen, drachen und gebete
 

rudolf burger sieht das falsche programm:

leise flehen meine lieder,
bitte, nein, nicht das schon wieder,
nicht noch einmal diese scheiße,
flehen meine lieder leise.

eine hymne als antwort auf ein drama? antonin fians tief empfundener stoßseufzer auf die frage nach dem wahlergebnis steht sicher nicht allein auf weiter flur; wobei ein anschauungsproblem für verwirrung sorgt: einer erkennt in schüssel den drachentöter (burger), der an anderer stelle (messianisch-büßerisch?) erst `den schwarz-blauen weg zu ende gehen´ muss (menasse). gleichzeitig ungleichzeitig hat der kanzler staatsmännisch `alte truppen zurückgewonnen´ (süddeutsche) und sogar ein pädagogisches `lehrbeispiel für wien´ abgeliefert, `wie aus arbeitern konservative werden´ (die presse). >>>>

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 26.11.02; 2:15:37 Uhr
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senf dazu im Forum ?? ??
 


#neuraths bildersprache?
 

im zuge des "iconic turn" ist ein neues buch erschienen, das zwar mediengeschichtlich in die 20er und 30er des letzten jahrhunderts zurückgreift, in gesellschaftspolitischer hinsicht aber aktuelle fragen stellen will:
es ist im rahmen einer zusammenarbeit von frank hartmann und erwin k. bauer entstanden und trägt den titel "bildersprache. otto neurath, visualisierungen." darin suchen die autoren anschluss an das interdisziplinäre projekt otto neuraths, dessen bildungspolitisches anliegen darin bestand, den zugang zu wissen mittels visualisierung zu erleichtern (-> isotype). >>>>

>bildersprache< von hartmann | bauer:

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 23.11.02; 2:41:03 Uhr
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#the multitude is not representable
 
"It is still necessary to insist on the difference between the notion of multitude and that of people. (...) In the most general sense, the multitude is diffident of representation because it is an incommensurable multiplicity. The people is always represented as a unity, whilst the multitude is not representable, because it is monstrous vis a vis the teleological and transcendental rationalisms of modernity."

freies wissen:

schreibt antonio negri in seinem kürzlich erschienen artikel "approximations: towards an ontological definition of the multitude". im netz ist er zugänglich beim empfehlenswerten interactivist/info exchange, einem projekt von autonomedia.org & interactivist.net

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 17.11.02; 19:55:57 Uhr
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#eagleton und williams
 

werke von williams und eagleton:

das referat ist jetzt online!

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 30.10.02; 20:21:04 Uhr
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#die geschichte(n) der begriffe
 

woerterbuch des marxismus:

"das historisch-kritische wörterbuch trägt neben einem praxiskritischen und erfahrungsbezogenen einen stark `philologischen´ akzent. in den artikeln wird sorgfältig zitiert und auf quellen verwiesen, um selbstän-dige weiterarbeit zu unterstützen und ariadnefäden zur orientierungshilfe in den labyrinthen der literatur anzubieten. dabei lassen sich hinweise gewinnen, welche werke neue lektüre lohnen, um die geschichte zu entfetischisieren. die geschichte(n) der begriffe aber, deren vielfältige verwendung und konnotation, wirken subversiv gegen falsche sicherheiten und scheinbar festgefügte denkgebäude." [wolfgang fritz haug, hrsg.] >>>>

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 28.10.02; 15:56:46 Uhr
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senf dazu im Forum ?? ??
 


#voller text voraus
 

auszüge aus neuerscheinungen, vorabdrucke und originalbeiträge bilden den inhaltlichen schwerpunkt der zeitschrift 'Volltext'. erst in zweiter linie will man sich in porträts, reportagen und kurzkritiken den büchern und autoren unter dem motto nähern: mehr Literatur, weniger literaturbetrieb. "Dass ein Reich-Ranicki besser bekannt ist als die besten deutschsprachigen Schriftsteller, ist in meinen Augen pervers", so thomas keul, einer der herausgeber.

 
 
Reingestellt von: Sandra Dietrich um: 9.8.02; 11:03:59 Uhr
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#books2U
 
ein vielversprechendes projekt in sachen digitalisierung von bibliotheksbeständen befindet sich momentan in der testphase: die ALO-initiative(austrian literature online) bietet mittels BOOKS2U!-service ab sofort an den universitätsbibliotheken innsbruck und graz eine "digitalisierung on-demand" an. statt der konventionellen fernleihe von alten oder wertvollen büchern wird nach prüfung der copyright-beschränkungen dasselbe vorort digitalisiert und im netz allgemein zugänglich gemacht.

verkündigung:     

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 25.7.02; 12:39:39 Uhr
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#Soweit samma oiso
 
anlaesslich bzw. im zusammenhang der causa ewald stadler der als nicht absetzbarer volksanwalt herzigerweise "respekt vor allen opfern" forderte, startete derSTANDARD heute eine serie "Wie deutscher Nationalismus in österreichische Köpfe kam". lesenswert.
 
 
Reingestellt von: Sandra Dietrich um: 5.7.02; 10:56:21 Uhr
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#Begriffsgeschichte | Sattelzeit
 

strickmuster bei koselleck: Der Historiker
Reinhart Koselleck hat sich mit der Rolle der sprachlichen Verfasstheit von gesellschaftlicher Wirklichkeit für die Geschichtsschreibung auseinandergesetzt. In seinen Essays und seit der Herausgabe der
"Geschichtlichen Grundbegriffe"
(1972-1997, 8 Bände) operiert nicht nur er mit dem Konzept "Sattelzeit": dem entscheidenden Bedeutungswandel bestimmter Leitbegriffen im Zeitraums von 1750-1850 zu ihrer modernen Semantik. >>>>

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 27.6.02; 1:36:03 Uhr
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#kleine rezeptionsphilosophie
 
die rolle des/der rezipienten/in darf nicht untergeordnet sein. sie muss in die inszenierung miteinbezogen und gleich behandelt werden. denn: es geht dabei im grunde um ein machtverhältnis zwischen schauspieler/in bzw. regisseur/in und zuseher/in. interessant ist daher aus dieser position heraus immer, wie dieses machtverhältnis im konkreten fall verhandelt wird. aber welche methode ist für ihre beantwortung am besten geeignet? >>>>
Der Meister und Margarita:

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 18.6.02; 14:53:33 Uhr
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#schreiben am netz
 
vor einigen tagen fand eine veranstaltung unter dem titel "schreiben am netz. literatur im digitalen zeitalter" am collegium helveticum in zürich statt. bereits in deren vorfeld sollte wohl medientheoretische praxis durch chatten im exclusiven [?!] MOO-salon vorgeführt werden. zudem standen/stehen in dossier-form thesen und zusammenfassungen im netz. von den live diskutierten inhalten zeigten sich erwartungsgemäß konservative stimmen (wie etwa die FAZ) wenig beeindruckt: buchkultur bleibt, literarische elite sowieso. aber: wie und welcher form, das ist damit noch lange nicht gesagt! >>>>[linx]

manches schaut gut aus, oder? >>> P3RMUT4T10N3N

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 11.6.02; 19:51:33 Uhr
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#die verlorene haltung
 

walzer:    

der linksliberale amerikanische philosoph michael walzer setzt sich in seinem jüngsten essay mit der haltung der amerikanischen linken zum terroranschlag vom 11. september auseinander - genauer gesagt: er stellt den politischen gebrauchswert der aktuellen anti-kriegs-einstellung angesichts einer derartigen bedrohung in frage. die linke steckt für ihn in einer sackgasse der politischen praxis. sein betont pragmatischer blickwinkel stellt daher die frage: "was muss getan werden?". >>>>
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 13.4.02; 15:46:47 Uhr
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senf dazu im Forum ?? ??
 


#entlang der säkularisierungsfront
 
ob uns ostern nun auferstehung christi, osterhase oder einfach erholsame schöne tage im freien bedeutet - entlang der österlichen säkularisiertungsfront tut sich ein großer graben auf, wie etwa ein kleiner rundblick durch die aktuelle zeitungslandschaft zeigt: F.K.Waechter: "Unsern taeglichen Witz gib uns heute!": zum einen verteidigen schönborn , khol , nenning und leser im rechten eck (krone, presse) die "ehrfurcht vor dem heiligen" gegen die blasphemiker haderer und menasse.

dagegen findet sich andernorts (und anders kontextualisiert) bei rutschky im linken eck[fenster] (frankfurter rundschau) eine polemik gegen gefährliche "religiöse energien" von dogmatikern und terroristen. - religiöse praxis ist demnach stark umkämpft.

trotz allem denke ich nicht, dass es legitim ist, agnostischen rassismus zu pflegen. die kritik muss politisch ansetzen >>>>>

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 2.4.02; 15:44:04 Uhr
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#kanon für gespitzte ohren
 
die kanonfrage ist virulent; da heißt es, genau zuhören: malt sich einmal im "spiegel" literaturpapst marcel reich-ranicki seinen persönlichen kanon für die schule aus, müssen gleich in der vorweihnachtszeit die "literaturen" mit einem scheinbar bunten und zufälligen kanon, bestehend aus prominenten intellektuellen (präsentations-)vorlieben, "kreativ" und "unkonventionell" kontern. die FAS hat aber jetzt, vor ostern, den letzten schrei entdeckt und los gelassen: einen neuen, jungen kanon der letzten 20 jahre. <<<<<< schwanitz: wann wird also der für alle kulturfragen kompetente dietrich schwanitz (in analogie zum jungen literaturkanon) die "10 bedeutensten jungkulturphilosophen/innen" (=top 10) der letzten 5 jahre küren? wer macht das rennen: stefan raab oder verona feldbusch? - sie sind bestimmend. auch hier heißt es also, die ohren spitzen und genau zuhören. denn was sind meinung, geschmack? - diskurspraxen.
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 18.3.02; 1:35:20 Uhr
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#konkreatives
 
© by Hiroyuki Tatsuno: die märz-ausgabe des newsletters von dichtung-digital verweist u. a. auf zwei artikel über die erforschung von interaktiven kinder- und jugendmedien. der eine davon hat mich in feiner netzmanier direkt auf das äußerst interessante thema der "konkreativität als kategorie digitaler literatur", den beitrag von judith mathez, geführt. was ist nun mit dem begriff "konkreativität" in verbindung mit digitalen medien wie CD-rom und internet gemeint? >>>>

andernorts wurde dieser tage im netz die frage gestellt: was hat die latinobrust mit rassismus zu tun? >>>>>

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 3.3.02; 23:44:05 Uhr
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#pop-literatur-theorie
 
"Das Besondere an der Art von Untersuchung, die mir vorschwebt, wäre indessen ihre Beschäftigung mit den verschiedenen Wirkungen, die Diskurse hervorbringen, und damit wie sie sie hervorbringen. [...] Die Tatsache, daß die `Literaturtheorie´ eine Illusion darstellt, bedeutet nicht, daß wir ihr nicht viele wertvolle Ideen für eine ganz andere Art von Diskurspraxis entnehmen können." (eagleton, terry: einführung in die literaturtheorie. Stuttgart/Weimar: Metzler 1997, S. 200f.)

eagleton: marxism and literary critisism:

>>> popliteratur und -theorie daher in den prüfstand. just now!
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 21.2.02; 20:54:18 Uhr
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#Harry mach was
 
"Schmökern ist passé. Die Literatur geht mit Autoren wie Benjamin von [bin ich nicht schoen- ] Stuckrad-Barre in den Pop" titelt heute derStandard - wohliges Gähnen beim gedanken an bvsb dank des zynischen Schlusses des Artikels: "Zur Not bewahrt uns ja Harry Potter vor einer drohenden Analphabetisierung." aber den schaetz ich auch ohne kulturauftrag - Übrigens lese ich gerade "Melodien" von Helmut Krausser, opulent, viel wissen, ironisch erzaehlt oder auch schlicht und ergreifend erfunden, spannende auseinandersetzung mit dem thema mythos - 837 seiten!!! - witzige rahmenhandlung, die sich immer mehr mit dem schaurigen historischen teil zusammenfuegt --- und parallel dazu (also auch ich angeblich zeitgemaesses leseverhalten) das dichte, in der laenge der einzelnen essays fast schon pop-kult-kompatibel, schon in den 50ern entstandene und dennoch sehr aktuelle: mythen des alltags von Barthes. (ok, daran bin ich auch durch denStandard erinnert worden, u. zwar durch den beitrag Zur volksnahen "Seppl-Rhetorik" der FPÖ. na dann prost bierkrug: bierkrug
 
 
Reingestellt von: Sandra Dietrich um: 21.2.02; 13:12:36 Uhr
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#der mehrwert der kunst
 
immer wieder und immer noch schwierig: auf eine diskussion wie jene vom letzten sonntag ohne ärger zu reagieren. petrovic nannte es "die walze"; haider, westenthaler und co hatten ihre methode wieder einmal ins rollen gebracht - zum plattwalzen von argumenten. bisschen müde waren sie vom streiten, h. sicher nicht in höchstform, aber unverschämt hohl und geschmiert wie eh und je. in so einer situation ist es gut, wieder einmal an den mehrwert der kunst durch antonio fian erinnert zu werden.

haider:     

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 21.2.02; 2:53:33 Uhr
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#sinn-haftes
 
die neue ausgabe von sinn-haft ist erschienen. auf die spurensuche nach den leitmetaphern der moderne folgt deren genaue untersuchung: auf ihren kulturellen gebrauchswert und ihren ideologischen standort in der begriffsgeschichte. die aktuelle nummer wird daher unter dem titel "schlamm & damm. trockenlegen und vermischen." mit 13 beiträgen bilder und gegenbilder dieses kontextes verhandeln. formal lässt sich das ergebnis zusammenfassen als "kulturgeschichte des flüssigen" (siehe ankündigung). schlamm_damm: wer neugierig geworden ist, bestellt am besten direkt, geht in eine der uni-nahen buchhandlungen oder kommt am 1. märz um 19:00 uhr ins depot zu MIXMIX, dem event zur neuen nummer. see yah?!
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 17.2.02; 18:46:39 Uhr
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#Europa's new netzine-net
 
Den europäischen Diskursraum darstellen - so lautet das Ziel des internationalen Projekts Eurozine. Noch steht die Plattform redaktionell am Beginn. Schaummal! Mehr über netzines heute bei ORF-on.
 
 
Reingestellt von: Sandra Dietrich um: 8.2.02; 15:59:11 Uhr
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#Ein Gedanke zu 'Arbeit'
 
Ich arbeitete immer, bis ich etwas geschafft hatte, und ich hörte immer auf, wenn ich wußte, wie es danach weitergehen würde. Auf die Art war ich sicher, am nächsten Tag weitermachen zu können.
[...]
... wo ich lernte, von dem Augenblick an, in dem ich mit Schreiben aufhörte, an nichts, worüber ich schrieb, zu denken, bis ich am nächsten Tag wieder anfing. Ich hoffte, daß mein Unterbewußtsein daran arbeiten und ich gleichzeitig anderen Leuten zuhören und alles beobachten würde; ich hoffte auf diese Weise zu lernen, und ich pflegte zu lesen, um nicht an meine Arbeit zu denken und mich für sie unfähig zu machen. Wenn ich gut gearbeitet hatte - und dazu brauchte man Glück sowohl wie Disziplin -, war es ein wunderbares Gefühl: die Treppe hinunterzugehen, und dann war ich frei und konnte irgendwo in Paris umherwandern.

Hemingway, Ernest: Paris - ein Fest fürs Leben, rororo,1999, S. 16f

 
 
Reingestellt von: Peter Andritsch um: 1.2.02; 12:38:45 Uhr
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#ITech-Women / paper ready
 
lektuere fuer die feiertage gefaellig? die dazumals in der wg progagierte ITech-Woman-Conference scheint eine ganz interessante veranstaltung gewesen zu sein (... war mal wieder von alltag verschluckt und deshalb selbst nicht dort ...) und person kann sich bereits den report downloaden
 
 
Reingestellt von: Sandra Dietrich um: 20.12.01; 16:14:40 Uhr
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#der gott der kleinen dinge
 
raum für spinnenmann/frau?: ≥Der Gott der kleinen Dinge hinterläßt keine Spuren im Sand, keine Wellen im Wasser, kein Abbild im Spiegel. Er ist der Gott dessen, was verloren geht, nicht der Gott der Geschichte, die die kleinen Dinge grausam in ihren Lauf zwingt.„

was doch so ein buch alles mit einem anstellen kann: verwirren, ernüchtern, begeistern; plötzlich: an die kindheit glauben; und zuversichtlich sein. wieder an die kleinen dinge glauben. und dem spinnenmann/frau vertrauen, der zuflucht in einem mauerriss findet...>>>>

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 12.12.01; 17:23:18 Uhr
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#wissenschaft im netz
 
blinker: mnemopol.net ist ein Projekt des auf rein studentischer Initiative beruhenden gemeinnützigen und unabhängigen Vereins mnemopol - wissenschaftliche Kommunikation, der sich [...] zum Ziel gesetzt hat, hochwertige Beiträge von ProfessorInnen, DozentInnen, AssistentInnen, AbsolventInnen und StudentInnen zu veröffentlichen. [...]

Bis Anfang März 2002 wird mnemopol.net eine Bibliothek für wissenschaftliche Arbeiten, ein strukturiertes, interdisziplinäres Diskursforum und bedürfnisorientierte Serviceleistungen für Studierende und Lehrende anbieten. (Text von mnemopol.net)

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 29.11.01; 17:06:07 Uhr
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#opaquedenken
 
sw_rauschen: schwarz-weisses rauschen "(...) aber was durchsichtig ist, kann man nicht sehen. Also, ich möchte versuchen, diese Ideen so undurchsichtig zu machen, daß sie jeder sieht."

Der Kybernetiker Heinz von Foerster war zur Verleihung des Ehrenrings der Stadt Wien wie auch des Ehrenpreises der Viktor-Frankl-Gesellschaft in Wien. Der STANDARD berichtete und ich erinnerte mich wieder an das Vergnügen und die Inspiration bei der Lektüre von "Der Anfang von Himmel und Erde hat keinen Namen". Und bin beim Weiterschauen auf eine Art Maschine unendlicher Lesewelten gestossen - und hab mir auch endlich eine ToRead-Liste zusammenzustellen begonnen - gegengewichtig zu den "Elementarteilchen", die mich in den letzten Tagen so mürbe gemacht haben...

 
 
Reingestellt von: Sandra Dietrich um: 19.10.01; 10:58:30 Uhr
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#Willkommen in der Wüste des Realen
 
desert: meint slavoj zizek in der "zeit". bush ist allerdings wörtlich zu nehmen, wenn er von verwüstung spricht:

"Wir werden die Terroristen in ihren Loechern ausraeuchern. Jene, die Krieg gegen die USA fuehren, haben ihre eigene Zerstoerung gewaehlt."

- eines der zitate der woche

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 21.9.01; 14:40:48 Uhr
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#statements und texte
 
von amerikanischen intellektuellen zum anschlag. außerdem slavoj zizek.

zizek: sennett: sassen: rorty:
zizeksennettsassenrorty
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 18.9.01; 11:12:46 Uhr
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#ideologischer terror
 
die aussendung vom CCC, die sieben thesen der humanistischen plattform, den kommentar von heide schmidt sowie den FAZ-artikel von susan sontag empfand ich als positive gegen-zeichen zum momentanen kondolenzmeinungsbrei.

ein eigener text, dessen aussage sich vor allem auf die beiden letzteren positionen beruft, beschäftigt sich genauer damit, wie dieser ideologischer Terror zu beschreiben ist und wie ich ihm begegenen möchte. er ist etwas länger geworden und daher als artikel abzurufen.

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 17.9.01; 9:15:03 Uhr
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#1983
 
empire state building & WTC:

galten wolkenkratzer noch als symbol für unerschütterlichkeit. terry eagleton schrieb in seinem artikel "was ist literatur?":

"[...] an den verschiedenen Arten von Werturteilen ist überhaupt nichts Launisches: sie haben ihre Wurzeln in tieferliegenden Überzeugungsstrukturen, die offensichtlich ebenso unerschütterlich sind wie das Empire State Building."

diese strukturen sind konstituierender teil (irgend)einer ideologie. wessen ideologie das WTC nun als mächtiges status symbol diente, zeigt sich deutlich an seiner inszenierten errichtung. >>>>

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 13.9.01; 11:27:06 Uhr
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#computerliteracy
 
computer: ...ist ein bereits leicht überstrapaziertes schlagwort - zugegeben! vor allem in der jugendarbeit und überhaupt im pädagogischen bereich geht es viel um diesen begriff, der für viele lediglich die beherrschung von anwendersoftware bedeutet, für andere auch philosophische oder ideologische komponenten beinhaltet. auf eine definition von sherry turkle bin ich im jet2web-hochglanz-webjournal ".copy" gestossen (*g*). [dort haben sie keine kosten und mühen gescheut, um die "e-lite" anzusprechen....;-]

marcia:   

sherry turkle zieht nun zur veranschaulichung ihres ansatzes folgendes beispiel heran >>>>
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 11.9.01; 17:08:53 Uhr
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#odyssee in aller munde
 
zum beispiel auch bei james joyce in "ulysses" und in

tank girls odyssey:


 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 31.8.01; 17:40:39 Uhr
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#nietzsches kopf
 
dieser (ge)wichtige kopf hat auch in unserer bibliothek platz; noch dazu im ascii-format. >>>>
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 27.8.01; 19:15:45 Uhr
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#nietzsche im MOO
 
wer einmal einen ausflug in ein MOO (multiuser dimension, object-oriented) wagen möchte: heute ist eine gute gelegenheit dazu, oder?

der marktplatz ist der ausgangspunkt der reise, da tut sich momentan nicht sehr viel....in der bibliothek finden sich eine MOO-einführung und eine MOO-map. die galerie ist besonders zu empfehlen! durch das kriegerdenkmal (sic!) kannst du dich weiterhanteln zur paritätstransformation. dort findest du eine große anzahl an raumkomplexen, die mehr oder weniger verwinkelt und ausgetüftelt sind. folgende sind mit gewinn zu besuchen... >>>>

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 27.8.01; 19:12:40 Uhr
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#ein kurzer Text...
 
...zu dem 1952 entstandenen österreichischen science-fiction-film 1. April 2000. film: 1. april 2000:
im rahmen einer filmvorführung am germanistik-institut vom 21. juni diente der text als einleitung, um eine brücke zur politischen realität des jahres 2000 zu schlagen und sich dem österreichischen "heimatbegriff" auf ideologiekritische, historisierende weise zu nähern. >>>>
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 25.8.01; 3:34:16 Uhr
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#rundschau
 
im zuge einer recherche zu tank girl bin ich auf mehrere nützliche linx gestossen: eine kostenlose datenbank-sammlung für die suche nach artikeln etc. und des weiteren auf eine speziell auf frauenthemen spezialisierte datenbank der NB - namens ariadne .
zu tank girl selbst tank girl: habe ich einen interessanten artikel gefunden. so nebstbei finde ich dieses other voices-magazin, worin dieser erschienen ist, auch ganz gut.
 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 22.8.01; 23:38:13 Uhr
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#lernen aus der geschichte
 
lerne für eine vorlesungsprüfung - thema "literatur und politik in der weimarer republik": auch dazu gibt es lesenswertes im internet. ich wünsche mir insgesamt mehr politik - oder besser: mehr politisches bewusstsein - in die literaturwissenschaft.

räterepublik 1918:

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 7.8.01; 22:43:53 Uhr
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#weblogs
 

"Suchen Sie sich einen Blogger, der Ihre Vorlieben teilt",

empfiehlt Chris Alden, der für den britischen Guardian ein Weblog über die Medienwelt führt, "und Sie haben einen Surf-Ratgeber fürs Leben." - Ich empfehle etwa die >>>>

home_logo: home   

Wenn mensch die gehörige Portion Emphase ausfiltert, die von einem Guardian-Profi-Blogger zu erwarten ist, bleibt zumindest Eines, was Weblogs bieten können: einen schnellen, gezielten und persönlichen Zugang (aus meist nichtkommerziellem Blickwinkel) zu den aktuellsten Entwicklungen innerhalb der Netzkultur. >>>>> [linx]

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 31.7.01; 13:44:13 Uhr
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#"Fight the power!"
 
fight the power: Meine Rezension zum gleichnamigen buch ist erschienen in der "Österreichischen Zeitschrift für Volkskunde", 2001/Heft 2, S. 213-216.

>>>> Rezension zu `Fight the Power!´

 
 
Reingestellt von: prinz elisabeth um: 31.7.01; 13:10:36 Uhr
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#märsche und balladen
 

wie die zeit vergeht...:   

heute gelesen und nicht geglaubt; ein trauermarsch. - zitat schüssel: "die welt von heute ist doch nicht vergleichbar mit dem weltbild linker feministinnen, die in den 50ern stecken geblieben sind! [...] wenn die spö wieder regieren will, muss sie ihren kurs neu definieren und in richtung europäische normalität gehen." damit definiert er aber zum einen die "europäische normalität" höchstpersönlich und setzt zum anderen fest, wie und wann feministinnen "stecken geblieben" sind ?! seine meldung zeigt eher an, wo er selbst stecken geblieben ist.

eine fein geschliffene klinge wie die von schuh, die aber fest zusticht, ist dann gerade das richtige zum "nachlesen", oder?! >>>>

 
 
Reingestellt von: Sandra Dietrich um: 26.7.01; 11:45:31 Uhr
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#

 


alles aus den abteilungen:
blackboard / bibliothek / radioecke / videothek / ueberwachung

Last update: Freitag, 14. Januar 2005 um 2:05:23 Uhr.