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Eine temporäre Akademie, die, wie Brecht in den dreißiger Jahren ins Tagebuch schrieb, das Gastwohnen liebt
Ist für 10 Tage auf der Wolke 7.
24. Mai ˆ 02. Juni 2007
Kaiserstraße 34
Das Pathoslabor gibt sich die Grundlagen seiner multiplen Forschung zu Geste, Pathos und Stadt. Das Programm ist informell und öffentlich zugänglich. Es gibt öffentliches Lesungen, Vorträge, Diskussionen, Filmprogramm.
Dazu haben wir einige Gäste eingeladen:
Zuerst wird Stefan Lutschinger, der derzeit an einer Dissertation zu Aby Warburg arbeitet, uns mit der textlich ebenso schwer hebbaren wie folgenreichen Pathosformel vertraut machen.
Nach dem stillen Pathos des Pfingstwochenendes, wo es in vielen Zungen zu jedem anders spricht, folgt ein Tag mit dem Architekturtheoretiker Volker Gessendorfer und dem Pathos des Urbanen, das sich oft in der Achse verbirgt ˆ und dann mit und an ihr zerbricht.
Abends spricht Claudia Bosse zu dem, was nicht aufhört, heimzusuchen, dem Massenpathos des Faschismus.
Elisabeth von Samsonow präsentiert auf Video das ägyptische Ritual des Mundöffnens.
Peter Stamer informiert in Wort und Bild über die Mutter allen Pathos, den deutschen Expressionstanz. Darauf folgt eine Konversation zu Geste und Pathos mit Peter Stamer, Chris Standfest und den PathetInnen.
Karl Bruckschwaiger demonstriert die Differenz von Film und Dokumentation anhand der Darstellung von Idi Amin bei Schroeder und Kevin Macdonald, die Forest Whitaker einen Oscar eingetragen hat. Afrika als Projektionsraum trifft auf die gestische Differenz der Medien.
Martin Tiefenthaler, Designer von Ausgabe 1 der Pathospost, spricht über Graphik und Pathos.
Thomas Ballhausen präsentiert und kommentiert pathetische Schätze des Bestands des Austria Filmarchivs.
Dazu werden Filme und manchmal Speisen gereicht, Soap Proben genommen und kleine Ausflüge unternommen. Die erste Ausgabe der Pathospost liegt gratis auf.
Posted by Stefan Lutschinger on 6/1/07; 6:10:16 PM
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