|
Farbenleere |
||||||
| Home Farbe Linkliste Lexikon Farbenkunde Web Farben Farbsehen Farbberatung Forum ° ° ° ° ° ° ° ° Members Join Now Login |
Johannes Itten
Do, 22. Feb 2001; von sandra.
geb. 1888 Süderen-Linden/Schweiz Am Bauhaus als Meister von 1919-1923. Führt den Bauhaus-Vorkurs ein, den er von 1920-1923 leitet, zeitweise abgelöst von Muche. Formmeister der Metallwerkstatt, vorübergehend auch der Wand- und der Glasmalerei. 1923 Übersiedlung in die Schweiz. Gründet 1926 in Berlin eine Kunstschule, ab 1929 "Ittenschule", die bis 1934 besteht. 1932-1938 Direktor einer Textilfachschule in Krefeld. Nach der Emigration in die Schweiz Direktor der Kunstgewerbeschule in Zürich. 1949-1956 Leitung des Museum Rietberg für außereuropäische Kunst in Zürich. Seit 1955 erneut freie Malerei und Ausarbeitung seiner Lehre, auf Einladung von Max Bill Farbkurs an der Hochschule für Gestaltung in Ulm. Zentrale Figur des frühen Bauhauses, ist Itten durch den von ihm gegründeten Vorkurs geworden. Für das Lehrkonzept des Bauhauses wie für die spätere Künstlerausbildung war er von großer Bedeutung.
Der Farbkreis von Johannes Itten Als Einleitung in die konstruktive Farbenlehre entwickelt man den zwölfteiligen Farbkreis aus den Farben erster Ordnung: Gelb, Blau, Rot In ein gleichseitiges Dreieck setzt man die drei Farben erster Ordnung so, das Gelb oben, Blau unter links und Rot unten rechts steht Das Dreieck ist einem Kreis eingeschrieben, in welchen man ein Sechseck entwickelt In die drei Restdreiecke gibt man die drei Mischfarben, gebildet aus je zwei Farben erster Ordnung:
Gelb + Rot = Orange Die drei Farben zweiter Ordnung müssen sehr genau ausgemischt werden, sie dürfen weder zur einen noch zur anderen primären Farbe hinneigen Nun zieht man in nützlichem Abstand zu der ersten Kreislinie ein Kreisband, welches man in zwölf gleiche Sektoren teilt In diesen Kreisring trägt man an den entsprechenden Orten die Farben zweiter Ordnung ein, so daß zwischen 2 eingetragenen Farben ein leerer Sektor bleibt In diese leeren Sektoren trägt man dann die Farben dritter Ordnung ein, welche aus der Mischung einer Farbe 1. Ordnung mit einer Farbe 2. Ordnung entstehen
Man erhält aus: So ist ein zwölfteiliger, gleichabständiger Farbkreis entstanden, in welchem jede Farbe ihren unverwechselbaren Platz einnimmt Die Farben folgen sich in der Ordunng des Regenbogens und des Spektralfarbenbandes Die Farbkontraste Farbe-an-sich-Kontrast: Ist der einfachste der sieben Farbkontraste. Die Grundfarben geben untereinander den stärksten Ausdruck des Farbe-an-sich-Kontrastes. Hell-Dunkel-Kontrast: Ist ein optischer Primärkontrast. Ohne ihn gibt es keine deutliche Unterscheidung der Dingwelt. Zwischen Hell und Dunkel gestaltet sich die gesamte optische Welt, alle Farben, alle Grautöne. Kalt-Warm-Kontrast: Er beruht auf subjektiven Empfindungen. "Rotorange" gilt als wärmste, "Blaugrün" als kälteste Farbe. Temperaturempfindungen von Farben sind aber immer relativ. [Zwei pigmentäre Farben, die zusammengemischt ein neutrales Grau ergeben, werden nach Itten, als komplimentäre Farben bezeichnet. Auf dem Farbkreis liegen komplimentäre Farben diametral gegenüber.] Simultan-Kontrast: Ist ein optischer Komplimentär-Kontrast. Zu einer gegebenen Farbe bildet sich im Gehirn gleichzeitig (simultan) die Gegenfarbe als Farbempfindung und überflutet eine real gegebene, benachbarte Farbfläche, die sich dadurch scheinbar verändert. [Eine Farbfläche wirkt auf weißem Grund dunkler und kleiner, auf schwarzem Grund hingegen heller und größer.] Qualitäts-Kontrast: Ist ein Kontrast zwischen leuchtender und getrübter Farbe. Für Itten bedeutet Farbqualität den Reinheits- und Intensitätsgrad einer Farbe. Nach Itten bezieht sich der Quantitäts-Kontrast auf das Größenverhältnis von zwei oder mehreren Farbflecken. Er ist also der Gegensatz "viel und wenig" oder "groß und klein". Damit die Wirkung der reinbunten Farben gleich groß ist, müssen sie nach Goethe in folgenden Mengenverhältnissen vorliegen:
Gelb : Violett = 1:3 >>> Bauhaus |
|||||
| |
||||||