I Ging
Das I Ging wurde als Oberfläche für die gemeinsamen Tagebücher ausgewählt , weil es einen zwar abstrakten, zeitlich neutralen, dennoch aber inhaltststarken Zugang zu den Bewegungen und der Geschichte einer Gemeinschaft bildet. Es ist eine der ältesten Systeme, die versucht die Menschen, ihre Gemeinschaften, und ihre Auseinandersetzungen mit der Welt in allen Facetten zu beschreiben: ähnlich der Astrologie, dem Tarot, oder der Griechischen Mythologie. Im Vergleich zu diesen ist es aber autark, direkt und übersichtlich.Das I Ging geht (sehr grob vereinfacht) von der Zahl als Sprache für die Kommunikation mit den übermenschlichen Intelligenzen aus, und benutzt den Zufall als vierte Äusserungsform dieser Intelligenzen neben Pflanze, Tier und Mensch. Der Erde, als das abgeleitete, ist die Zahl 2 zugeteilt, dem Himmel, als das umfassende, die Zahl 3. Die Zahl 1 erhält keine eigene Bedeutung, weil sie zu unbeweglich ist und keine Manigfaltigkeit enthält.
Dazu wird der Sinn des Himmels als das Dunkle und das Helle, Der Sinn der Erde als das Weiche und das Feste, und der Sinn des Menschen als die der Liebe und der Gerechtigkeit festgelegt. Darum bilden im I Ging immer 6 Linien ein Zeichen. Dieses sogenannte "Yin-Yang" Prinzip durchzieht natürlich das ganze Buch (und die ganze Welt). Dazu kommt das Prinzip der Bewegung oder Wandlung. Es geht nicht darum, die Dinge in ihrem Sein zu verstehen, sondern um die Bewegung der Dinge in Ihrem Wechsel zu kennen. So sind die Zeichen nicht Abbildungen der Dinge, sondern Abbildungen der Bewegundstendenzen. Die 8 Zeichen, auf den sie Beruhen sind Zeichen wechselnder Übergangszustände.
Die Zeichen sollten eigentlich mit Schafgarben geworfen werden, die heutzutage bequemere und geläufigere Methode ist aber mit Münzen, wobei die Schriftseite als Yin (=weiblich) gilt und die Zahl 2 bekommt, die andere Seite gilt als Yang (=männlich) und bekommt die Zahl 3.
Jeder Wurf ergibt eine Linie.
Die Zeichen werden von unten nach oben aufgebaut.
alle 3 Münzen Yang/Kopf = 9 = eine starke durchzogene Linie
2 Yang/Kopf , 1 Yin/Zahl = 8 = eine schwache unterbrochene Linie
2 Yin/Zahl 1 Yang/Kopf = 7 = eine schwache durchzogene Linie
alle 3 Münzen Yin/Zahl = 6 = eine starke unterbrochene Linie
Die starken Linien in einem Zeichen führen zu dem Rat der einzelnen Linien, gleichzeitig aber wandeln sie sich in ihr Gegenteil, sodas sich ein neues Zeichen ergibt: die Wandlung: eine Deutung der Bewegungsrichtung in der person sich befindet.
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